Rund ums Wasserbett

Die Wassermatratze

Die ersten Wassermatratzen tauchten bereits vor ca. 3000 Jahren auf und bestanden aus pechverklebten Ziegenhäuten, die, tagsüber mit Wasser befüllt und zum Erwärmen in die Sonne gelegt, nachts als Schlafunterlage persischer Großfürsten dienten. Wir gehen davon aus, daß diese Modelle inzwischen nicht mehr im Handel erhältlich sind.

Wasserbetten haben sich seit den 70er Jahren weit verbreitet. Zu dieser Verbreitung hat nicht zuletzt die Entdeckung des Wasserbettes durch Mediziner beigetragen.

Die Erfahrung zeigt, daß Wassermatratzen eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren erreichen können (bei Sachgemäßer Handhabung und Beachtung der Pflegehinweise) - ohne dabei ihre körperunterstützenden Eigenschaften zu verlieren: Ein "Durchliegen" (wie bei herkömmlichen Matratzen) ist nicht möglich.


Die drei wichtigsten Vorteile von Wasserbetten

1. Gleichmäßige hydraulische Unterstützung des Körpers:

Unabhängig von der Lage des Körpers oder dem Körpergewicht paßt sich die Wassermatratze immer punktgenau an. Die gleichmäßige Unterstützung des Körpers von Kopf bis Fuß führt zu einer spürbaren Entlastung der Wirbelsäule. Daher wird das Schlafen auf einem Wasserbett gerne als "Schwebeschlaf" bezeichnet. Durch die gleichmäßige Druckverteilung wird die Blutzirkulation nicht mehr gestört: Eingeschlafene Arme und Beine gehören der Vergangenheit an, ebenso häufiges Herumdrehen und das Suchen nach einer bequemen Einschlafposition; man schläft ruhiger und tiefer.

Über die Füllmenge kann die Härte der Wassermatratze jederzeit den individuellen Bedürfnissen angepaßt werden: Wer sein Wasserbett härter machen möchte, füllt etwas Wasser nach; wer weicher liegen möchte, läßt etwas Wasser ab. (Hierbei ist darauf zu achten das der Füllstand der Matratze nie über der Schaumstoff Oberkante liegt - Maximum Befüllung. Bei Wasser entnahme sollte man eine Handbreite unter Oberkante Schaum nicht unterschreiten - Minimum Befüllung)

2. Regulierbare Temperatur:

Das Heizsystem des Wasserbettes sorgt für ein angenehm temperiertes Schlafklima zu jeder Jahreszeit: Im Winter ist das Wasserbett wohlig warm, im Sommer angenehm frisch. Die Wärme des Wasserbettes hilft bei der Entspannung der Muskulatur.

Die von H2O-Bettenart verwendeten Heizsysteme sind sicherheitsgeprüft, geerdet und annähernd magnetfeldfrei. Wer es trotzdem für nötig erachtet, kann die Heizmatten über nacht ausschalten ohne daß das Wasser zu stark abkühlt. Die Digitale Steuerung kann sogar per Timer die Heizung ein- und ausschalten.

3.  Hygienisch und allergikerfreundlich:

Die Wassermatratze bietet keinen Raum für Milben, Bakterien und andere Plagegeister. Sie kann problemlos gereinigt werden. Entscheidend ist die Ausstattung mit einer guten Textilauflage. Hier wird oft am falschen Ende gespart! Bei H2O-Bettenart kommen nur hochwertige Textilauflagen zum Einsatz (siehe Wasserbetten-Zubehör).

 

Welches Wasserbett ist das "Richtige"?

Die ersten Wasserbetten waren die sogenannten Hardside-Wasserbetten. Hierbei liegt die Matratze auf einem festen Holz-Rahmen.

Die überwiegende Mehrheit der Interessenten entscheidet sich heute für ein sogenanntes Softside-Wasserbett:

Beim Softside-Wasserbett liegt die Wassermatratze in einer stabilen Schaumstoffwanne, die ihrerseits mit einem Textilbezug umgeben ist. Die "weiche Kante" des Schaumstoffrahmens bietet einen bequemen Sitzkomfort und ermöglicht leichtes Ein- und Aussteigen.

Softside-Wasserbetten können freistehend aufgebaut werden und lassen sich in (fast) alle Bettgestelle eingbauen. (Sonderanfertigung)

Bei Hardside liegt die Matratze in einem festen Rahmen.
Daher ist in jedem Fall ein Bettgestell nötig. Dieses kann entweder selbst gebaut werden, oder, falls Ihr vorhandenes Bettgestell die nötigen Vorraussetzungen mitbringt (eine Höhe der Bettseiten ringsum von mindestens 20cm und die benötigte Stabilität), kann dies auch zum Hardside-Bettgestell umgebaut werden.
Durch den festen Rahmen ist das Ein- und Aussteigen nicht so komfortabel wie beim Softside-Bett, da der Rahmen die gleiche Höhe hat wie die Matratze und nicht mehr nachgibt..

UNO oder DUAL-System?

Ab einer Bettbreite von 160cm können zwei getrennte Wassermatratzen eingelegt werden. Eine "Besucherritze" entsteht nicht. Die Vorteile dieser DUAL-Systeme sind:

  • Beide Matratzen sind individuell befüllbar und unabhängig von der Beruhigung bestellbar.
  • Getrennt regelbare Temperaturen durch zwei Heizsysteme.
  • Deutlich reduziertes "Anschaukeln" bei Bewegungen des Partners.

Ab einem Körpergewichtsunterschied zwischen den Partnern von über 20 kg empfehlen wir ein DUAL-System.

 

Wellenberuhigung

Das Angebot reicht von wellenlosen Wassermatratzen (ohne Schaukeln)
bis hin zum Free-Flow-System (Schaukeln von ungefähr einer halben Minute)
Die Körperunterstützung sollte jedoch nur von der Füllmenge an Wasser, nicht vom Dämpfungsmaterial abhängen. Schaukeln oder nicht ist reine Geschmacksache (Kopfsache) und läßt sich ausschließlich durch Probeliegen erfahren.


Bei den meisten Herstellern der Wassermatratzen sind die Beruhigungsstufen mit F bezeichnet.
Die niedrigste Stufe F0 ist eine sogenannte „Freeflow“-Matratze (Free = Fließ frei, nur Wasser): Wurde das Wasser einmal bewegt, schwingt es bis zu einer halben Minute nach.
Die überwiegende Mahrheit Beruhigter Matratzen haben hingegen Vlieseinlagen, welche die Eigenbewegung des Wassers reduzieren und somit deren Nachschwingzeit wie folgt reduzieren:

  • F0 - Freeflow - 10-30 Sekunden
  • F2 - ca. 3-5 Sekunden
  • F4 - ca. 2-3 Sekunden
  • F6 - ca. 1-2 Sekunden
  • F8 - ca. 0-1 Sekunde
  • F10 - weniger als 1 Sekunde

Seit einiger Zeit gibtes neben der Vliesberuhigung (Stabiliesierung) aber auch Schaum- Dämpfer- und Umpumpsysteme. Egal für welches Beruhigungssystem Sie sich entscheiden, so sollte man immer darauf achten das ich nicht auf der Beruhigung liege, sondern immer Wasser als Dämpfer dazwischen liegt. Denn das Wasser paßt sich ergonomisch an, und nicht die Beruhigungs Art.

Für welche Beruhigungsstufe Sie sich entscheiden sollten, ist leider nicht so eindeutig zu beantworten: Erfahrungsgemäß wählen nur Wasserbettpuristen eine Freeflow-Matratze. Wasserbettenneulinge hingegen entscheiden sich zu Beginn meist für eine höhere Beruhigungsstufe, um sich an das neue Schlafgefühl zu gewöhnen. Wir empfehlen Neulingen eine mittlere Beruhigung, damit sind die meisten unserer Kunden über viele Jahre sehr zufrieden.




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